Kinderärzte mit privater Praxis im Kanton Genf haben sich zu einem Verein zusammengetan: die Société Genevoise de Pédiatrie (SGP). Alle Ärzte dieses Vereins führen den Titel FMH Spezialist in Pädiatrie, der von der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie (SSP/SGP) erteilt wird. Das Arzt-Diplom wird nach 6 Jahre Studium erhalten. Die Spezialisierung zur Pädiatrie verlangt noch mindestens 5 zusätzliche Jahre, nach einem praktikum in einem anerkannten Spital und einem zusätzlichen Spezialisten-Examen. Manche Kinderärzte verfügen, nach 3 bis 5 zusätzlichen Jahren und einer Unter-Spezialitäts-Prüfung über eine Unter-Spezialität im Rahmen der Pädiatrie (Neonatologie, Kardiologie, Pneumologie, Gastro-Enterologie, Nephrologie, Endocrinologie, Rhumatologie, Allergologie, Dermatologie, Entwicklungs-Pädiatrie). Um ihren Titel FMH Spezialist der Pädiatrie weiterführen zu können, müssen die Ärzte an einer Weiterbildung teilnehmen; eine bestimmte Anzahl Punkte ist Pflicht.

Der Kinderarzt kümmert sich von der Geburt bis zum 18. Lebensjahr um seine Patienten. Er sorgt für ihre physische und psychische Gesundheit und unterstützt auch die Familien bei der Erziehung. Die Société genevoise de Pédiatrie arbeitet mit den verschiedenen genferischen Kinder-Einrichtungen für vorbeugende und sozio-edukative Massnahmen.

Die Ärzte der Société Genevoise de Pédiatrie nehmen abends, an Wochenenden und an Feiertagen an einem Wachdienst teil, um den Bedürfnissen der genferischen Bevölkerung entegegenzukommen und den Kantons-Spital zu entlasten. Der Wachdienst ist an drei Punkte der Stadt verteilt: Clinique Générale Beaulieu und Groupe Médical du Petit-Lancy auf dem linken Ufer, Hôpital de La Tour auf dem rechten Ufer.

Die Société Genevoise de Pédiatrie garantiert ein Neonatologie-Dienst in zusammenarbeitet mit den Privat-Kliniken (Clinique Générale Beaulieu, Clinique des Grangettes) und dem Hôpital de La Tour. Die anerkannten Kinderärzte übernehmen die Neu-Geborene bis zur Rückkehr nach Hause.

Das Bundesgesetz betreffend die Ausübung der ärtzlichen Berufe in der Schweiz wurde abgeändert um die automatische Anerlennung ausländischer Diplomen zu ermöglichen, nach den bilateralen Schengener-Abkommen vom 8.10.1999 zur Personen-Freizügigkeit. Seit dem 1.07.2013 und bis zum 30.06.2019 ist die Not-Klausel eingeführt worden, um die Niederlassung neuer Ärzte einzuschränken. Nur die Ärzte, die mindestens 3 Jahre un einem anerkannten schweizer Spital gearbeitet haben, oder diejenigen die eine existierende Praxis übernehmen dürfen sich als Arzt niederlassen. Die Kantone bleiben jedoch frei, diese Massnahme nach Bedarf einzusetzen.

Die Ärzte unseres Veriens haben eine Ausbildung die den Vorgaben der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie entsprechen, und verpfilchten sich, die wissenschaftlichen, ethischen und deontologischen Regeln in ihrer Praxis einzuhalten.